Direkt zum Hauptbereich

Birke im Wasser - ein Experiment

Eine Birke stand mitten in einem Bachlauf, zwischen Kieselsteinen und Geröll. Offenbar fühlte sie sich pudelwohl, war auch schon gut drei Meter hoch und hatte doch die "Füsse im Wasser". Staunässe war offenbar kein Problem.

Diese Erfahrung führte zu einem Experiment: Sandstein, in der Kurpfalz reichlich vorhanden, soll Feuchtigkeit bis zu einer Höhe von gut zwei Metern aus dem Boden ziehen. Hausbesitzer mit Sandstein unter den Mauern können das bestätigen.

Ganz schnell war ein Birkensämling auf einem Sandstein mit etwas Keto-Ton aufgesetzt (Foto). Das Moos kam innerhalb von knapp einem Jahr ganz von selbst mit dazu. Ein Draht hält die Konstruktion fest.

Dieser Shohin wird niemals gegossen. Die kleine Sandsteinplatte ist in der Schale mit ca. 5 mm hohen Hölzchen unterlegt, so dass sie in 5 mm Höhe ein Stück weit über dem Schalenboden liegt.

Es wird so gegossen, dass nur der Stein von unten feucht bleibt. Der Baum bekommt sein Wasser ausschließlich über die Kapillarwirkung des Sandsteins.

Man sieht hier recht gut, dass die feinen Wurzeln der Birke über den Rand des Sandsteines hinaus, direkt ins Wasser gewachsen sind. Dort endet dann auch das Wurzelwachstum. Nach der Winterpause wird eine größere und dickere Sandsteinplatte unterlegt und das Experiment geht in die nächste Runde.

Kommentare

Besonders häufig gelesen

Der 5. Stamm

[Jürgen Carocci] Bei mir im Garten wächst seit vielen Jahren eine Feldulme, die regelmäßig Wurzelschösslinge produziert, die im nahen Umkreis der Ulme aus dem Boden wachsen. Viele dieser Schösslinge stehen an so ungünstigen Stellen, dass sie entfernt werden müssen. Da man ja als Bonsaianer Probleme damit hat, etwas Grünes weg zu werfen, sind viele dieser Schösslinge in Anzuchttöpfen gelandet.  < [Foto: Die fertige Ulme, jetzt mit fünf Stämmen] Aus vier dieser Schösslinge habe ich vor ein paar Jahren eine Gruppe zusammengepflanzt.  Die Idee dazu kam mir auf der täglichen Fahrt zur Arbeit, bei der ich an einem Mehrfachstamm vorbei komme.  Die fertige Gestaltung (oben) ähnelt ihrem Beispiel aus der Natur . Die meisten von Euch werden jetzt denken: „Vier Stämme?“ Richtig. Auch ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass 4 Stämme gar nicht gehen. Also muß ein 5. Stamm her. Wer schon einmal versucht, einen zusätzlichen Stamm nahe am Wurzelansatz der anderen Stämme einzupflanzen, weis um die

Gestaltung einer Eibe über 10 Jahre

Entwicklung einer Eibe: Lange Suche nach dem optimalen Winkel Diese Eibe fand im Jahr 2003 den Weg zu mir, nachdem sie aus einer Hecke entnommen wurde und sich dann 3 Jahre lang im Garten erholen durfte.   Es handelt sich um einen Taxus baccata der Sorte „Summergold“. Diese Sorte zeichnet sich dadurch aus, dass der Austrieb im Frühjahr gelb ist und sich erst im Laufe des Jahres nach und nach grün färbt.   Da der Baum nach dem erneuten Ausgraben aus dem Garten einen sehr kompakten Wurzelballen aufwies, konnte er direkt in einen Mika Pot gepflanzt werden.  Erster Eindruck:   Sicher gibt es Material das für die Bonsaigestaltung weitaus besser geeignet ist, aber dieser Herausforderung galt es sich zu stellen Ein Jahr später zeigte sich die Eibe im Austrieb unbeeindruckt davon, dass sie erst ein Jahr zuvor ausgegraben wurde. Daher begann ich erste Schnitt- und leichte Drahtmaßnahmen an ihr durchzuführen. Ebenso entstand in dieser Zeit der große Shari auf der Innenseite des Stammes, da hier

Ein Sommergruß

  Ja, ich höre schon die Kritik der echten Profis: "Das ist doch kein Bonsai! Welche Form soll das denn sein und der ist doch gar nicht richtig geschnitten. Die Schale ist wohl rund, weil du dich nicht für eine Vorderseite entscheiden kannst" ... usw. Macht mir Alles nichts. Ich freue mich einfach an dieser Pflanze - und JA - ich habe selbstverständlich eine klare Gestaltungsidee. War Ihr hier sehen könnt, ist auch nicht die Vorderseite, die ich mir vorstelle, sondern einfach nur ein Farbklecks von dem Bildhintergrund, der mir gut gefällt. Das Bäumchen hat eine Geschichte. Vermutlich haben auch bei Euch viele Bäumchen eine solche Geschichte. Es gibt da den netten Nachbarn, der zwar zwei Daumen hat, aber keiner davon ist grün. Egal. Eines schönen Tages begegnen wir uns bei der Gartenzaunkonferenz, weil er etwas zu einer Päonie wissen will, die ich ihm mal über den Zaun gereicht habe. Dabei sehe ich einiges Gehölz auf einem Haufen vergammeln. "Das liegt schon seit 2 Wochen